Rechtsanwalt Mietrecht

Häufig gestellte Fragen

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Natürlich werden Fragen offen bleiben. Zögern Sie nicht, mich anzurufen oder mir eine E-Mail zu schreiben. Ich werde Ihnen Ihre Fragen gerne beantworten. Dies ist kostenfrei und unverbindlich (es erfolgt keine Rechtsberatung!).

Was kostet es, wenn ich mich nur beraten lasse?
Beraten Sie mich auch am Telefon?
Was kostet mich ein Gerichtsprozess?
Wie kann ich Anwaltskosten sparen?
Ich habe nur wenig Geld. Zahlt der Staat meine Anwaltskosten?
Ich habe Post vom Gericht bekommen. Wann sollte ich zu Ihnen kommen?
Ich habe einen Mahnbescheid bekommen. Was soll ich tun?
Ich habe eine Rechtsschutzversicherung. Kann ich damit zu Ihnen kommen?
Unter welchen Voraussetzungen übernimmt die Rechtsschutzversicherung die Kosten?
Meine Rechtsschutzversicherung hat mir einen Anwalt empfohlen. Muss ich zu diesem Anwalt gehen?
Wie schnell bekomme ich einen Termin bei Ihnen?
Was muss ich zum Termin mitbringen?
Kann ich Ihr Honorar in Raten bezahlen?


Was kostet es, wenn ich mich nur beraten lasse?
Die Kosten für eine Nur-Beratung sind frei vereinbar. Wenn Sie eine einfach zu beantwortende Frage haben, kann es sein, dass die Beratung nur rund 50,00 Euro kostet. Kommen Sie hingegen mit einem Stapel Schriftverkehr bei mir an und muss ich diesen Stapel durcharbeiten oder haben Sie eine komplizierte Frage, wird es teurer. In den meisten Fällen kostet eine Beratung bei mir zwischen 75,00 Euro und 120,00 Euro.

Wenn Sie Privatperson (und kein Unternehmer) sind, kostet Sie ein erstes Beratungsgespräch jedoch maximal 190,- Euro zuzüglich Umsatzsteuer; wenn Sie Unternehmer sind gibt es keine Obergrenze.

Sie können ohne weiteres eine E-Mail schreiben oder anrufen und mir Ihr Anliegen kurz schildern. Ich nenne Ihnen dann eine Preisspanne, die ich für angemessen halte. Danach können Sie entscheiden, ob Sie die Beratung wahrnehmen möchten oder lieber nicht.

Die Kosten für die erfolgte Beratung werden auf das spätere Honorar für eine anwaltliche Vertretung angerechnet, sofern zuvor nicht etwas anderes vereinbart wurde.


Beraten Sie mich auch am Telefon?
In der Regel führe ich keine Beratungen per Telefon oder per E-Mail durch. Meist wird es auch Schriftverkehr geben, den ich mir ansehen muss, um eine seriöse und auf den Fall abgestimmte Auskunft geben zu können.

Ausnahmsweise führe ich Beratungen per Teleofon durch, wenn Sie z.B. krankheitsbedingt nicht zu mir kommen können oder wenn Sie z.B. außerhalb Berlins wohnen. Es ist dann empfehlenswert, wenn Sie mir vorhandene Unterlagen zusenden. Das Honorar ist dann jedoch im Voraus zu zahlen!


Was kostet mich ein Gerichtsprozess?
In Hartz-IV-Sachen fallen keine Gerichtskosten an, und auch der Gegner kann keine Kosten abrechnen. Für Sie werden wir in aller Regel Prozesskostenhilfe beantragen, so dass der Gerichtsprozess für Sie kostenfrei ist.

Vor den Amtsgerichten in Zivilsachen (z.B. Mietrecht)) gilt folgendes: Im besten Falle kostet Sie der Prozess gar nichts, im schlimmsten Fall müssen Sie die Kosten des gegnerischen Anwalts, die Ihres eigenen Anwalts und die Gerichtskosten zahlen, die Kosten können aber auch halbiert oder anders aufgeteilt werden. Das hängt davon ab, ob Sie den Prozess gewinnen oder verlieren oder nur bezüglich eines Teils erfolgreich waren.

Daher ist es wichtig, die Erfolgschancen vorher genau gegen die Risiken abzuwägen. Letztlich kann zwar keine hundertprozentig exakte Prognose erstellt werden, da jeder Gerichtsprozess seine eigene Dynamik entfalten kann; überwiegen die Risiken aber schon von Anfang an die Erfolgschancen, sollten Sie alles tun, um einen Prozess zu vermeiden.

Wie hoch die Kosten genau sind, hängt vom Streitwert ab. Was der Streitwert ist, lesen Sie im Menü Kosten/Streitwert. Ich gebe Ihnen einfach drei Beispielsrechnungen für die erste Instanz: Liegt der Streitwert bei 1.000,- Euro, belaufen sich Ihre Kosten im Falle vollständigen Unterliegens auf rund 700,- Euro, liegt der Streitwert bei 5.000,- Euro, belaufen sich Ihre Kosten bei vollständigem Unterliegen auf rund 2.200,- Euro. Bei einem Streitwert von 10.000,- Euro kommen Sie im schlimmsten Fall auf Kosten in Höhe von rund 3.550,- Euro. Zu diesen Summen können Fahrtkosten der Anwälte, Reisekosten des Gegners, Kostenerstattungenfür Zeugen, Gutachterkosten, Dokumentenpauschalen und dergleichen hinzukommen.


Wie kann ich Anwaltskosten sparen?
Sie können im Privatrecht durch bestimmte "Tricks" Anwaltskosten sparen. Privatrecht ist alles, was z.B. mit Verträgen oder Schadensersatz zu tun hat. Davon abzugrenzen ist das Strafrecht (wenn die Staatsanwaltschaft eingeschaltet wird) und das Verwaltungsrecht (wenn Ihr Gegner eine Behörde ist). Hier gibt es keine Möglichkeiten, Kosten zu sparen. Ihr Anwalt kann Ihnen auch keinen Rabatt einräumen, da soetwas durch das Berufsrecht verboten ist.

Sie können keine Anwaltskosten im gerichtlichen Verfahren sparen, wohl aber bevor eine Sache vor Gericht gelangt, im sogenannten außergerichtlichen Bereich: Immer wenn Sie von jemandem etwas einfordern können (z.B. die Zahlung einer Geldsumme), haben Sie unter bestimmten Voraussetzungen das Recht, sich von demjenigen Ihre eigenen Anwaltskosten erstatten zu lassen. Sie selbst zahlen im Ergebnis also nichts für Ihren Anwalt. Hierzu müssen Sie Ihren Gegner in Verzug setzen. Ihr Gegner ist automatisch in Verzug, wenn Sie gemeinsam einen Zahlungstermin vereinbart haben (Paradebeispiel: Mietvertrag - hier ist bereits von Gesetzes wegen vereinbart, dass der Mieter die Miete immer zum dritten Werktag des Monats zahlen muss) und zu diesem Termin nicht gezahlt wurde. Eine Zahlungsfrist in der Rechnung reicht aber nicht aus, da diese nicht von beiden Teilen vereinbart wurde.

Gibt es keine solche Vereinbarung, schreiben Sie eine Mahnung. Das ist ein Schreiben, das mit dem Betreff "Mahnung" versehen ist, die Bezeichnung der Forderung und eine eindeutige Zahlungsfrist (14 Tage!) enthält. Außerdem muss in dem Schreiben angekündigt werden, dass Sie einen Anwalt beauftragen werden, wenn bis zum Ende der Frist nicht gezahlt wird. Nach dem Ablauf der Frist befindet sich Ihr Gegner in Verzug und muss Ihnen den dadurch entstandenen Schaden ersetzen (Ihr Schaden besteht mindestens aus den Anwaltskosten). Das Schreiben sollten Sie per Einschreiben mit Rückschein versenden und sich eine Kopie davon abheften.


Ich habe nur wenig Geld. Zahlt der Staat meine Anwaltskosten?
Ja, das tut er unter Umständen. Er zahlt die Kosten, die Ihnen durch eine anwaltliche Beratung entstehen würden. Außerdem übernimmt er die Kosten, die entstehen wenn Sie Ihren Anwalt damit beauftragen, sich an den Gegner zu wenden und Forderungen zurückzuweisen oder Ihre Ansprüche durchzusetzen oder einen Widerspruch an das JobCenter zu verfassen. Hierzu benötigen Sie einen Beratungsschein.

Der Staat übernimmt unter bestimmten Voraussetzungen auch Ihre Kosten für einen Gerichtsprozesses im Rahmen der Prozesskostenhilfe.

Ich habe Post vom Gericht bekommen. Wann sollte ich zu Ihnen kommen?
Sofort! In den allermeisten Fällen laufen Fristen! Sie dürfen daher keine Zeit verlieren! Heben Sie den Umschlag mit dem Zustellungsvermerk (Datum!) gut auf und bringen Sie ihn zum Termin mit. Auch wenn es Ihnen völlig abwegig erscheint, was da jemand von Ihnen will, müssen Sie unbedingt reagieren! Bleiben Sie untätig, besteht ein sehr großes Risiko, dass das Gericht im wesentlichen ungeprüft zu dem Schluss kommt, dass der andere Recht hat und verurteilt Sie einfach. Sie können gegen dieses Urteil dann nur sehr kurze Zeit etwas unternehmen; lassen Sie auch diese Frist ungenutzt verstreichen, gibt es keine Rettung mehr für Sie!


Ich habe einen Mahnbescheid bekommen. Was soll ich tun?
Ein Mahnbescheid bedeutet immer, dass jemand Geld von Ihnen will. Der Grund ist in Stichworten auf dem Mahnbescheid vermerkt. Wenn es stimmt, dass Sie diese Summe an den anderen zahlen müssen, sollten Sie das umgehend tun. Stimmt es hingegen nicht, müssen Sie Widerspruch einlegen! Dazu ist Ihnen das entsprechende Formular mit dem Mahnbescheid übersendet worden. Sie haben für den Widerspruch zwei Wochen Zeit und keinen Tag länger! Wenn Sie sich nicht ganz sicher sind, ob der andere die Summe wirklich von Ihnen verlangen kann, sollten Sie schnell einen Termin vereinbaren und die Sache prüfen lassen. In keinem Fall sollten Sie einfach nichts tun, denn das Mahnverfahren ist ein automatisches Verfahren: Hier prüft keiner, ob der andere wirklich Recht hat oder nicht!!! Wenn Sie nichts tun, ergeht daher in jedem Fall ein Vollstreckungsbescheid mit dem der andere nach einer kurzen Einspruchsfrist zum Gerichtsvollzieher gehen und sich die Geldsumme von Ihnen holen kann, ohne dass Sie dagegen noch etwas tun könnten!


Ich habe eine Rechtsschutzversicherung. Kann ich damit zu Ihnen kommen?
Natürlich können Sie damit zu mir kommen. Bitte bringen Sie die Police mit der Vertragsnummer mit.

Sicherheitshalber sollten Sie sich zuvor bei der Versicherung erkundigen, ob Ihr konkretes Rechtproblem auch wirklich von der Eintrittpflicht der Versicherung umfasst ist. Leider kommt es nämlich gar nicht so selten vor, dass die Versicherung nicht eintrittspflichtig ist, weil sie sich im Kleingedruckten etwas vorbehalten hat. Auch wenn Sie einmal den Beitrag nicht rechtzeitig gezahlt haben, kann es sein, dass die Versicherung nicht eintritt.

Schließlich ist zu beachten, dass die Rechtsschutzversicherung nicht rückwirkend eintritt. Ein Beispiel hierzu: Sie sind im November wegen Mietrückständen aus den Monaten Januar und Februar verklagt worden. Ihre Rechtsschutzversicherung haben Sie im März abgeschlossen. Die Versicherung ist nicht eintrittspflichtig, weil der Ursprung des Rechtsproblems bereits vor dem Abschluss der Versicherung entstanden ist.


Unter welchen Voraussetzugnen übernimmt die Rechtsschutzversicherung die Kosten?
Am besten ist es, wenn Sie die Versicherung anrufen und ihr das Problem schildern. Sie erhalten dann eine Auskunft, ob die Kosten prinzipiell übernommen werden können oder nicht. Keine Rechtsschutzversicherung springt für alle denkbaren F¨lle ein. Es kommt darauf an, was Sie für eine Versicherung abgeschlossen haben. Außerdem kann es sein, dass Sie bei jedem Fall einen Eigenanteil (in der Regel 150,- bis 250,- Euro) zahlen müssen.


Meine Rechtsschutzversicherung hat mir einen Anwalt empfohlen. Muss ich zu diesem Anwalt gehen?
Nein, das müssen Sie nicht! Sie haben die freie Wahl, zu welchem Anwalt Sie gehen möchten. Sie müssen sich auch nicht mit einer telefonischen Beratung zufrieden geben. Die Versicherungen versuchen oft, ihre Versicherungsnehmer zu bestimmten Anwälten zu schicken, weil mit diesen Anwälten Vereinbarungen über die Honorarberechnung bestehen. Sie sollten sich davon jedoch nicht beeindrucken lassen und in jedem Fall zu einem Anwalt gehen, zu dem Sie Vertrauen haben.


Wie schnell bekomme ich einen Termin bei Ihnen?
In aller Regel bekommen Sie innerhalb weniger Tage einen Termin bei mir. In Eilfällen bekommen Sie innerhalb von 24 Stunden oder noch am selben Tag einen Termin bei mir. Bitte vereinbaren Sie Termine stets zuvor per Telefon oder per E-Mail.


Was muss ich zum Termin mitbringen?
In jedem Fall sollten Sie alle Unterlagen mitbringen, die den Fall betreffen (z.B. Verträge, Ihre eigenen Schreiben in Kopie, die Schreiben des Gegners, Klageschriften, Behördenbescheide, Ihren Widerspruch gegen einen Bescheid und dergleichen). Bitte sortieren Sie die Unterlagen zuvor, damit ich nichts übersehe. Originale können Sie wieder mitnehmen; ich fertige mir Kopien davon an.

Sofern vorhanden bringen Sie bitte den Beratungsschein und 10,- Euro in bar mit oder die Police Ihrer Rechtsschutzversicherung.


Kann ich Ihr Honorar in Raten bezahlen?
Eine Ratenzahlung ist bei mir möglich. Erforderlich ist jedoch eine Anzahlung und, dass Sie von Anfang an mit der Zahlung der Raten beginnen und jeden Monat pünktlich zahlen. Bitte bedenken Sie, dass ich bei Ratenzahlungen ein hohes Risiko eingehe! Sofern ich merke, dass ich mich nicht auf Ihre Zahlungen verlassen kann, erhalten Sie sofort eine Rechnung mit der ganzen Restsumme. Wenn Sie diese Rechnung nicht zahlen, lege ich das Mandat nieder. Bei Ratenzahlungen handle ich nach dem Grundsatz: Vertrauen gegen Vertrauen. Ich verlasse mich also auf Ihre Ehre!