Rechtsanwalt Mietrecht

Die Rechtsschutzversicherung - der Teufel steckt im Detail!

Wenn Sie eine Rechtsschutzversicherung haben, sollten Sie prüfen, ob diese in dem speziellen Fall die Kosten übernimmt. Wenn die Versicherung eintrittspflichtig ist, übernimmt sie in der Regel die Kosten für den Anwalt, die Gerichtskosten und die Vollstreckungskosten (Gerichtsvollzieher und dessen Auslagen).

Wer jedoch glaubt, durch den Abschluss einer Rechtsschutzversicherung in allen Fällen abgesichert zu sein, der irrt: Keine Versicherung übernimmt immer alle Kosten! Meist muss zum Beispiel die Übernahme von Kosten für mietrechtliche Streitigkeiten gesondert vereinbart sein (natürlich gegen einen Aufpreis). Ebenso ist nicht sicher, ob die Versicherung die Kosten eines Rechtsstreites in Hartz-IV-Sachen vor dem Sozialgericht übernimmt.

Außerdem sollten Sie genau darauf achten, ob eine Selbstbeteiligung vereinbart ist. Sehr häufig ist das der Fall, weil damit ein Beitragsnachlass verbunden ist. Sie müssen dann in jedem Fall zwischen 150,- Euro und 250,- Euro pro Fall hinzuzahlen. Liegt das Honorar unter dieser Summe, zahlt die Versicherung gar nichts. Dies sollte man sich klar machen.

Sie sollten daher in jedem Fall zuerst bei Ihrer Versicherung anrufen und nachfragen, ob Ihr konkretes Rechtsprobelm von der Eintrittspflicht der Versicherung umfasst ist. Wenn das der Fall ist, stelle ich für Sie eine sogenannte Deckungsschutzanfrage, bei der die Versicherung den Fall im Detail prüft und eine verbindliche Erklärung zur Kostenübernahme abgibt.

Bitte bringen Sie zum ersten Gespräch Ihre Versicherungsnummer und am besten das Deckblatt der Police mit.